Geschichte der Westsahara

1. Links bezüglich der Geschichte Westsahara

Wikipedia – Demokratische Arabische Republik Sahara


Gesellschaft für bedrohte Völker
Das Palästina der Marokkaner von Wolfgang Mayr


www.ag-friedensforschung.de/regionen/Westsahara/Welcome.html

www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=0991

salma-online.jimdo.com/konflikt/

www.oesg.ws/?pid=16

2. Archäologie-Projekt Westsahara

Dr. Mark Milburn, einer der Gründer der Archibald-William-Milburn-Stiftung hat über archäologische Fundstellen (u. a.) in der Westsahara in 1978 an der Sorbonne-Universität in Paris promoviert. Er konnte in der Westsahara forschen, als die Westsahara noch eine spanische Provinz war. Dies verbindet ihn besonders mit diesem Gebiet. Er gehört zu den wenigen Menschen, die archäologische Tätigkeiten vor 1975 in diesem Gebiet unternommen haben.

Die Bevölkerung der Westsahara, das Saharauische Volk gründete 1973 die Frente Polisario, um wie bereits seit den 1960er Jahren von der UNO von Spanien gefordert, ein unabhängiges Volk zu werden.

Inzwischen meldeten auch die Nachbarländer Mauretanien und Marokko Gebietsansprüche auf das sehr „rohstoffreiche Gebiet“ an. Obwohl diese Ansprüche nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofes nicht berechtigt waren, trat Spanien unter General Franco im „Dreiseitigen Abkommen von Madrid“ im November 1975 die Verwaltung der Westsahara an Marokko und Mauretanien ab.

Unverzüglich marschierten die Armeen der beiden Nachbarstaaten in die Westsahara ein. Die Frente Polisario organisierte den Widerstand. Die militärischen Erfolge der Frente Polisario zwangen Mauretanien 1979, sich aus dem Krieg zurückzuziehen. Marokko führte seinen Eroberungsversuch trotz schwerer Verluste fort und setzte Napalmbomben ein, vergiftete Brunnen und schlachtete das lebensnotwendige Vieh.

Die Frente Polisario gründete 1976 die „Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS)“ und wurde von Mauretanien und vielen anderen Staaten anerkannt. Marokko aber zog eine bis zu zehn Meter hohe Sperranlage hoch. 1.200 km Hightech zerteilen seitdem die Westsahara – Stacheldraht, Infrarot und Sprengfallen sichern die Mauer.

Anfang 1990 gab es Hoffnung für das Saharauische Volk. Die Vereinten
Nationen arbeiteten einen Friedensplan aus, der ein freies und faires Referendum
vorsieht. 1991 wurde auf UN-Vermittlung zwischen Marokko und der Polisario
ein Waffenstillstand vereinbart mit späterem Referendum.

Bis zum Jahr 2000 wurde die im UN-Sicherheitsrat beschlossene Abstimmung
fünfmal verschoben. Bis heute blockiert Marokko diesen Friedensplan.
Inzwischen wächst eine zweite Generation in den Flüchtlingslagern heran, versorgt durch NGOs mit Milchpulvern, Hülsenfrüchten, Lebensmittelkonserven. Praktisch alles was es in den Lagern gibt kommt von außen!!!

Die spanische Bevölkerung hat ein großes Gewissen bezüglich der Menschen in den Flüchtlingslagern und organisiert Bildungscamp für die Jugend und vieles mehr. Man trifft in den Flüchtlingslagern erstaunlich gut gebildete junge Leute, meist mehrsprachig. Algerien und Kuba kümmern sich ebenfalls um Ausbildungen, sowie Vereine und Stiftungen in Europa. Aber die Rückkehrer müssen sich „zuhause“ in den Flüchtlingslagern meist dem Nichtstun fügen und die Weltwirtschaftskrise verschärft die Situation in großem Maße!!!

Sehr lobenswert ist das Regime der Polisario in den Lagern, das in vielen Aspekten „auf der Höhe der Zeit ist“, so wird der gesamte kulturelle Bereich von Frauen verwaltet. Religiöser Fundamentalismus ist ihnen fremd, der Glaube ist Privatsache, bei Scheidungen behält die Frau das Zelt, Mädchen und Jungen werden zusammen unterrichtet.

Seit einigen Jahren, auf Initiative und Einladung des Kulturministeriums der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) wurden Archäologen eingeladen und unter dieser Schirmherrschaft arbeitet eine Gruppe der Uni Köln um Dr. Stefan Kroepelin, Universität Girona, Prof. Soler, Universität Baskenland, Dr. Andoni Sáenz de Buruaga und einigen anderen Universitäten in Europa an den reichen Fundstätten in der so genannten freien Zone in der Westsahara.

Der Gründer der Stiftung wurde aufgrund seiner nun bereits 30 Jahre zurückliegenden Tätigkeiten in der Westsahara eingeladen an diesem Großprojekt mitzuarbeiten.

Die Gründer der Stiftung haben den Eindruck, dass die archäologischen Forschungen in der Westsahara, diesem“ hoffnungslosen“ Volk eine Art von Selbstvertrauen bzw. Identität gibt und die Forschungen beitragen, den Friedensprozeß in dieser Region zu stabilisieren.