Satzung

Auszug aus der

Satzung
der
Archibald William Milburn-Stiftung

Präambel

wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
sucht erst den Geist herauszutreiben.
dann hat er die Teile in der Hand,
fehlt, leider! Nur das geistige Band.
Faust 1. Teil

Die Not unserer Zeit bewegt uns sehr bei der Gründung dieser Stiftung. Eine Zeit in der durch den technischen Fortschritt, (der in seiner Größe voll anzuerkennen ist) vieles in Gefahr ist und weiterhin kommt.

Wir stehen vor einem Klimawandel, ausgelöst durch die Erwärmung der Erde, verursacht durch Atomenergie (Kernspaltung und Kernfusion), fossilen Energieträgern usw. und was leider noch viel zu wenig Beachtung findet, der Verlust der Humusschicht unserer Erde!

Humus ist ein Kohlenstoffspeicher, Humus ist aber in seiner Hauptfunktion ein Wasserspeicher.

Gut eine Milliarde Landwirte bearbeiten heute die Erdoberfläche mechanisch und chemisch ohne, aufgrund falscher wissenschaftlicher Beratung, über ihr Tun wirklich Bescheid zu wissen.

Bereits 69 % (3,56 Mrd. ha) der landwirtschaftlich genutzten Trockengebiete der Welt sind durch Desertifikation in Mitleidenschaft gezogen oder verwüstet!

Seit 1987 fallen jährlich 73.000 Quadratkilometer Wald den Kettensägen zum Opfer. An ihrer Stelle machen sich Felder breit, die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur dramatisch ausgeweitet, sondern auch intensiviert. Meist werden die Flächen jedoch nicht ökologisch bewirtschaftet. Auf diese Weise werden Lebensräume von Tieren und Pflanzen zerstört, und zwar in nicht geringerem Maße, als durch die Folgen des Klimawandels zu Grunde gehen.

Die intensive Landwirtschaft führt laut Unep zu Verschmutzung der Böden mit Chemikalien, Erosion, Verlust von Nährstoffen und Versalzung der Humusschicht. Das reduziert die Produktivität der Böden und erfordert wiederum eine stärkere Düngung.

Schon heute hängt die Ernährung von zwei Dritteln der Weltbevölkerung direkt von Düngemitteln ab.

Ein weiteres Problem ist das Saatgut. Es wird versucht immer mehr Saatgut zu verkaufen, das nicht fruchtbar ist und somit nicht wieder ausgesät werden kann.

80 Prozent der Hungernden in aller Welt leben auf dem Lande bzw. 1,5 Milliarden Kleinbauern müssen Nahrungsmittel zu kaufen und sind somit kaum in der Lage Saatgut und Düngemittel zu kaufen, aber nur 4 Prozent der Entwicklungshilfe kommen der Landwirtschaft zugute.

Die ökologische Landwirtschaft mit ihrer Kompostwirtschaft stärkt die Humusschicht der Erde und löst die Abhängigkeit von Chemie und Hybridzüchtungen. Ökobauern vermeiden meist Umweltfolgen. Es ist uns deshalb ein Anliegen die ökologische Landwirtschaft, insbesondere die biologisch-dynamische Landwirt zu stärken.

Das Schweizer FIBL-Insitut, einem unabhängigen Agrar-Forschungsinstitut hat im sogenannten DOK-Versuch nach 21 Jahren Forschungsarbeit gezeigt, dass Biologisch-Dynamisch (D) gegenüber (O)rganisch und (K)onventionell die Bodenfruchtbarkeit als einzige Anbaumethode nachhaltig fördert.

Es ist uns ein Hauptanliegen, dass sich in allen Bereichen unseres menschlichen Daseins sich Idee und Erfahrung in allseitiger Durchdringung, sich gegenseitig beleben und zu einem Ganzen werden. (Goetheanistisches Denken)

Den ganzen Menschen wahrzunehmen in seiner Identität von Leib, Seele und Geist!

Die Kinder unserer Erde. – Wir denken, dass Aids-Waisen in Afrika, Straßenkindern in Kalkutta oder Südamerika etc. am besten durch die Möglichkeit einer Schulausbildung geholfen werden kann, damit sie in die Lage kommen, im späteren Leben auf eigenen Beinen stehen zu können. Wichtig ist uns auch hier, dass der ganzheitliche Ansatz in der Lehrmethode verfolgt wird.

Bezüglich unserer alternden Gesellschaft in Europa liegt es uns am Herzen, dass alte Menschen würdig altern und sterben können und dass innerhalb der Betreuung der Mensch in seiner ewigen Identität wahrgenommen wird.

§ 1 Name, Rechtsform, Sitz der Stiftung

Die Stiftung führt den Namen „Archibald William Milburn-Stiftung“.

Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Stuttgart.

§ 2 Zweck der Stiftung

(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar

gemeinnützige und mildtätige Zwecke auf dem Gebiet

der Wissenschaft und Forschung;
der Erziehung, Volks- und Berufsbildung;
der Jugend- und Altenhilfe;
die Förderung von hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen weltweit;
der Entwicklungshilfe;
des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, des Umweltschutzes, des Küstenschutzes und des Hochwasserschutzes.

(2) Die Stiftung verwirklicht ihre Zwecke insbesondere wie folgt:

1. Die Förderung von wissenschaftlichen prähistorischen Forschungen in Nordafrika und der Sahara.
2. Die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Anthroposophie von Rudolf Steiner.
3. Förderung der Erforschung und Erprobung der methodischen und praktischen Grundlagen auf dem Gebiet der ökologischen Landwirtschaft, insbesondere der biologischen-dynamischen Wirtschaftsweise; sowie weltweite Förderung von Projekten der ökologischen insbesondere der biologischen-dynamischen Wirtschaftsweise. Insbesondere in den ärmeren Ländern unserer Erde.
4. Förderung der Forschungen innerhalb der erweiterten Medizin, Pharmazie und Naturwissenschaft, der Naturheilkunde und der Homöopathie durch die Geisteswissenschaft Rudolf Steiner
5. Förderung von Projekten der Waldorfpädagogik und anthroposophischen Heilpädagogik für Kinder und Jugendliche, die sich in einer körperlichen und/oder seelisch/geistigen Not befinden. Insbesondere für Aids-Waisenkinder in Afrika sowie für Straßenkinder weltweit.
6. Förderung der Altenpflege, insbesondere durch Förderung von Projekten, die durch zeitgemäße Formen für das soziale Zusammenleben auch alten und hilfsbedürftigen Menschen Entwicklungsfreiräume sichern helfen.
7. Die Förderung des Goetheanistischen Denkens.
8. Hilfe für Soldaten in Europa die geschädigt von Auslandseinsätzen zurückkehren.